5 Gründe für die ThermalBattery™: Was moderne Wärmespeicher leisten müssen

ThermalBattery™: 5 Gründe für den modernen Wärmespeicher

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Industrieunternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre CO₂-Emissionen zu senken und gleichzeitig wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben. Gerade in energieintensiven Branchen stellt die Dekarbonisierung eine Herausforderung dar – auch wegen der hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit und Prozessstabilität. Genau hier setzt die ThermalBattery™ an: ein modularer, wartungsarmer Hochtemperaturspeicher, der überschüssige Energie effizient speichert und bedarfsgerecht wieder abgibt. Als Teil moderner Power-to-Heat-Lösungen unterstützt sie Unternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Produktionsprozesse. Dabei überzeugt der thermische Energiespeicher durch zahlreiche Merkmale, die ihn ideal für den Einsatz in industriellen Anwendungen machen.

1. Drop-in-kompatibel und bereit für den direkten Einsatz

Ein zentraler Vorteil der ThermalBattery™ liegt in ihrer unkomplizierten Integration. Der Wärmespeicher wird im standardisierten Containerformat geliefert, was nicht nur den Transport erleichtert, sondern auch die Installation erheblich beschleunigt. Das System ist drop-in-kompatibel und lässt sich ohne größere Umbaumaßnahmen in bestehende Anlagen integrieren. Die Plug-&-Play-Architektur reduziert den Aufwand in der Projektumsetzung und ermöglicht einen schnellen Systemstart.

 

Hinzukommt: Die Module sind flexibel skalierbar. Je nach Bedarf können mehrere Einheiten kombiniert werden, um größere Mengen an Energie aufzunehmen oder über längere Zeiträume bereitzustellen. Durch den kompakten Aufbau beanspruchen die Container vergleichsweise wenig Fläche – ein Vorteil insbesondere bei Standorten mit begrenztem Platzangebot.

2. Wartungsarm und langlebig

Neben der einfachen Integration sind auch laufende Betriebs- und Wartungskosten entscheidende Faktoren. Die ThermalBattery™ besteht vollständig aus Festkörpermaterialien, was den Wartungsaufwand deutlich verringert. Anders als bei flüssigen oder gasförmigen Speichermedien gibt es bis auf einige Regelventile an der Rohrleitungsschnittstelle zur Anlage keine beweglichen Teile oder empfindliche Pumpensysteme, die ausfallen oder regelmäßig überprüft werden müssten.

 

Der Festkörper ist zudem nicht korrosiv und unterliegt nur minimalem Verschleiß. Das erhöht die Lebensdauer und senkt die Instandhaltungskosten über den gesamten Betrieb hinweg. Für Betreiber bedeutet das: weniger Stillstandszeiten, weniger Personalbindung für Wartung und ein höherer Gesamtwirkungsgrad der Anlage.

3. Sicher und nachhaltig: das Speichermaterial HEATCRETE®

Das verwendete Speichermedium HEATCRETE® spielt eine Schlüsselrolle in der Leistungsfähigkeit der ThermalBattery™. Dabei handelt es sich um ein eigens entwickeltes Betonmaterial, das thermisch hoch belastbar ist und Wärme über Stunden oder sogar Tage hinweg zuverlässig speichert.

 

Besonders relevant aus Sicht der Nachhaltigkeit: HEATCRETE® ist weder toxisch noch brennbar. Es stellt damit keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar und erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen im industriellen Umfeld. Gleichzeitig ist das Material vollständig recycelbar – ein Aspekt, der im Kontext der Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch am Ende des Lebenszyklus bleibt der Wärmspeicher damit eine ressourcenschonende Lösung.

4. Erprobt in der Praxis und bereit für den Markt

Innovative Technologien müssen sich nicht nur auf dem Papier bewähren. Die ThermalBattery™ wurde in mehreren Pilot- und Industrieprojekten erfolgreich erprobt. In diesen Anwendungen wurde das System unter realen Bedingungen getestet, darunter auch unter wechselnden Lastprofilen und in unterschiedlichen industriellen Prozessen.

 

Die Ergebnisse bestätigen die Marktreife: Der Betrieb verläuft stabil, die Integration in bestehende Anlagen funktioniert reibungslos, und die Rückmeldungen aus der Praxis bestätigen die prognostizierten Leistungsdaten. Für Unternehmen, die jetzt auf Power-to-Heat umsteigen wollen, bietet sich damit eine ausgereifte Lösung, die sofort einsatzfähig ist.

5. Dynamisch im Betrieb: schnelle Lade- und Entladezeiten

Ein weiterer Vorteil der ThermalBattery™ ist ihre hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Die Speicher laden und entladen innerhalb kurzer Zeit – ein entscheidendes Kriterium, wenn es um den flexiblen Einsatz in industriellen Abläufen geht. Unternehmen können damit gezielt Energieüberschüsse aus erneuerbaren Quellen nutzen, etwa aus Solar- oder Windkraftanlagen, und Wärme dann abrufen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

 

Gerade in dynamischen Betriebsprofilen – etwa bei diskontinuierlichen Prozessen oder schwankender Auslastung – ermöglicht diese Eigenschaft eine präzise Anpassung an den jeweiligen Energiebedarf. Der Speicher fungiert dabei als Puffer, der kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleicht und gleichzeitig hilft, Lastspitzen zu vermeiden.

Teil einer integrierten Power-to-Heat-Lösung

In Kombination mit einem elektrischen Heizer entsteht so eine integrierte Power-to-Heat-Lösung für die CO₂-freie Wärmeerzeugung. Strom aus dem Netz,  aus unternehmenseigenen erneuerbaren Quellen (z.B. Windräder oder PV-Anlage) oder aus flexiblen Verträgen (PPA) wird über den E-Heizer in Wärme umgewandelt und verlustarm in der Batterie zwischengespeichert. Je nach Konfiguration der Lösung wird die gespeicherte Energie anschließend über Wärmetauscher oder Dampferzeuger bedarfsgerecht in den Prozess eingespeist.

 

Durch ein solches System lässt sich der Einsatz erneuerbaren Stroms optimieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten für das Lastmanagement der industriellen Anlagen, etwa durch die gezielte Nutzung günstiger Strompreise zu Off-Peak-Zeiten oder die Integration in betriebliche Flexibilitätsstrategien.

Perspektive für die industrielle Wärmewende

Die Dekarbonisierung industrieller Wärme bleibt eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Technologien wie die ThermalBattery™ zeigen, dass praktikable Lösungen bereits verfügbar sind. Entscheidend wird sein, wie konsequent Industrie und Politik den Umstieg auf erneuerbare Prozesswärme jetzt gestalten. Unternehmen, die früh handeln, verschaffen sich einen klaren Vorteil – wirtschaftlich wie strategisch.

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